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Neue Chancen in der Weiterbildung für Fachkräfte in der Jugend- und Behindertenhilfe am Edith-Stein-Berufskolleg

Neue Chancen in der Weiterbildung für Fachkräfte in der Jugend- und Behindertenhilfe am Edith-Stein-Berufskolleg

Das Land NRW hat aktuell auf den großen Bedarf und an Fachkräften in der Jugend- und Behindertenhilfe reagiert und den Zugang zur Ausbildung an Fachschulen für Heilpädagogik für das neue Schuljahr 2019/2010 neu geordnet.

Im Rahmen eines Schulversuches, der auf fünf Jahre konzipiert ist und wissenschaftlich begleitet und ausgewertet werden soll, hat das Schulministerium die Zugangsvoraussetzungen an die Fachschule für Heilpädagogik wie folgt neu gestaltet.

Zum Besuch der Fachschule für Heilpädagogik ist zwingend eine erste, abgeschlossene Berufsausbildung im Sozial- und Gesundheitswesen erforderlich.

Absolvent*innen der Fachschulen für Sozialpädagogik (Erzieher*innen) und der Fachschule für Heilerziehungspflege (Heilerziehungspfleger*innen) können ab sofort in das zweite Ausbildungsjahr der Fachschule für Heilpädagogik in berufsbegleitender Teilzeitform einsteigen. Ein Nachweis über eine zusätzliche Berufserfahrung entfällt. Hier erkennt das Land NRW die hohen Ausbildungsstandards in den beiden genannten Fachschulen an, die in den neuen Lehrplänen schon zahlreiche Inhalte aus dem Bereich der Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit besonderem Unterstützungsbedarf enthalten.

Weiterhin können Fachkräfte mit einem pädagogischen Bachelor-Abschluss, Ergotherapeut*innen, Physiotherapeutinnen, Logopäd*innen, Gesundheits- und Krankenpfleger*innen, Altenpfleger*innen und Familienpfleger*innen mit einem Jahr feldbezogener Berufserfahrung mit der Ausbildung zur „Staatlich anerkannten Heilpädagogin“/ zum „Staatlich anerkannten Heilpädagogen“ beginnen. Bei diesen Berufsgruppen ist allerdings eine Verkürzung der Ausbildungszeit nicht möglich und die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre in der berufsbegleitenden Teilzeitform im Abendunterricht.

Ebenfalls bietet das Land NRW einen einjährigen berufsbegleitenden Aufbaubildungsgang für „Inklusive Bildungs- und Erziehungsarbeit“  im Umfang von 600 Ausbildungsstunden an. Auch diese Weiterbildung wird im Abendbereich angeboten.

Diese Weiterbildung am Edith-Stein-Berufskolleg richtet sich vor allem an Erzieher*innen und Heilerziehungspfleger*innen in den Kindertagesstätten, die sich im Rahmen der Umsetzung von Inklusion immer mehr mit der Betreuung von Kindern mit Behinderung und Entwicklungsverzögerungen konfrontiert sehen. 

Der Besuch eines Berufskollegs im Land Nordrhein-Westfalen ist grundsätzlich kostenfrei, d.h. es wird kein extra Schulgeld für die beiden Weiterbildungen erhoben.

In beiden Ausbildungsbereichen setzt das Edith-Stein-Berufskolleg und Berufliches Gymnasium des Erzbistums Paderborn schulbezogene Ausbildungsschwerunkte.

Im Bereich der Fachschule für Heilpädagogik liegt der Ausbildungsschwerpunkt in den Bereichen der „Klinischen Heilpädagogik“ und der Diagnostik.

Im Bereich des Aufbaubildungsganges „Inklusive Bildungs- und Erziehungsarbeit“ stehen die praktische Implementierung inklusiver Angebote in den Kindertagesstätten sowie die Netzwerkarbeit und das Arbeiten in multiprofessionellen Teams im Vordergrund.

Von besonderer Bedeutung in beiden Kursen ist der angebotene Basiskurs zur Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF der WHO). Die Absolvent*innen erhalten bei Abschluss der Ausbildungen ein entsprechendes Zertifikat des Berufskollegs.

Interessent*innen können sich ab sofort für einen speziellen Beratungstermin im Schulsekretariat des Edith-Stein-Berufskollegs und Berufliches Gymnasium des Erzbistums Paderborn in Paderborn unter der Rufnummer 05251 87444-0 anmelden.

Die Anmeldezeit wurde aufgrund der neuen Regelungen bis zum 12. April 2019 verlängert.

Weitere Informationen erhalten Sie weiterhin auf unserer Schulhomepage:                                    www.edith-stein-berufskolleg.de