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Erlebnisse einer Pilgerreise



Nachdem die Schülerinnen und Schüler erste kürzere Pilgererfahrungen in der Projektwoche im November 2018 in der heimischen Region sammeln konnten, entstand die Idee, den „richtigen“ Jakobsweg zu gehen. Mit finanzieller Unterstützung des Erzbischöflichen Generalvikariats und der Bank für Kirche und Caritas Paderborn war es dann während der Projektwoche 2019 soweit.

Der Camino Inglés startete für die Pilger im nordspanischen Ferrol. Mit dem eigenen Gepäck und der obligatorischen Jakobsmuschel auf dem Rücken pilgerte die Gruppe zunächst an der atlantischen Küste nach Xubia, um dann in südlicher Richtung entlang der Ría über Pontedeume und Betanzos Santiago de Compostela zu erreichen. Persönlich sehr wertvolle Erfahrungen wurden von allen gesammelt: Das Erleben der Natur mit seinen Mandarinen,- Zitronen- und Orangenbäumen und den Eukalyptuswäldern war sehr beeindruckend, ebenso wurden vielfältige geistliche und religiöse Erfahrungen in Form von Gesängen, Gebeten und spirituellen Denkanstößen gemacht. Wegesabschnitte schweigend zurückzulegen oder auch mal komplett auf das Handy zu verzichten, waren weitere Aufgaben, die sich die Pilgergruppe gestellt hat.

Aber auch die Pilgerwünsche anderer christlich geprägter Menschen wie z. B. einer Pfarrgemeinde, eines Seniorenheims oder die Anliegen der Familie wurden auf dem langen Weg erfüllt, so dass der Camino auch aus der Ferne miterlebt werden konnte. Die Paderborner Pilger erfuhren auf ihrem Weg die Einfachheit des Lebens und auch ein Innehalten, aber sie machten auch besondere Begegnungen mit außergewöhnlichen Menschen aus fernen Ländern.

Als besonders beeindruckend erlebten die jungen Pilger das Erteilen des Pilgersegens in einer Kirche in Pontedeume am Ende eines spanischen Gottesdienstes, bei dem jedem von ihnen eine kleine Jakobsmuschel überreicht wurde. Der Höhepunkt der Reise war jedoch das Erreichen der Kathedrale in Santiago de Compostela im strömenden Regen nach einer langen, kräftezehrenden Etappe, die den Schülern noch einmal viel Kraft und Durchhaltevermögen abverlangte, die Pilgermesse und das Erhalten der wohlverdienten Pilgerurkunde, des Credencials. Alle Schüler und die begleitenden Lehrer Norbert Wenner und Gerlinde Schulte-Eversum werden die Pilgerreise in guter Erinnerung behalten.