Aktuelles

3.000 Euro für mehr Inklusion: Studierende des Edith-Stein-Berufskollegs produzieren Rap-Song mit gesellschaftlicher Botschaft

3.000 Euro für mehr Inklusion:

Studierende des Edith-Stein-Berufskollegs produzieren Rap-Song mit gesellschaftlicher Botschaft

Paderborn. Großer Erfolg für den Differenzierungskurs „soziokulturelle und politische Bildung“ der Heilerziehungspflegeunterstufe des Edith-Stein-Berufskollegs.

Angesichts des 70-jährigen Jubiläums des Familienbundes der Katholiken im Erzbistum Paderborn e.V. hat dieser mit einem Preisgeld von 3000€ für die Teilnahme an einem Preisausschreiben geworben für Projekte und Aktionen, die Partizipation und Demokratiebildung fördern. Die Studierenden der Heilerziehungspflegeunterstufe haben dieses Preisgeld gewonnen und mit Freude den großzügigen Scheck entgegengenommen. Ausgezeichnet wurde ihre Idee, einen Rap-Song zum Thema Inklusion zu produzieren. Der Song befindet sich derzeit in der Produktionsphase.

Das Preisgeld ist für das Projekt von großer Bedeutung, da so die Kosten für den Hintergrundbeat, das Tonstudio sowie den Dreh eines Musikvideos ermöglicht wird. Bei der Veröffentlichung des Rap-Songs ist den angehenden Heilerziehungspfleger*innen besonders wichtig, dass Inklusion nicht nur thematisch, sondern auch praktisch umgesetzt wird. Alle am Song beteiligten Personen werden an der Produktion des Songs und am Dreh des Musikvideos gemeinsam teilnehmen und im Video zu sehen sein.

Eine erste Rohfassung des Songs stammte von dem Studierenden des Kurses Maxim Zeiser. Diese erste Version wurde jedoch bewusst mit weiteren Menschen weiterentwickelt. Durch Interviews mit Menschen mit Beeinträchtigungen aus den Wohngruppen der Caritas in Mastbruch und Schloß Neuhaus sowie aus der Laurentius-Schule Warburg (ebenfalls in Trägerschaft des Caritas Wohnen) flossen deren persönliche Perspektiven direkt in den Songtext ein. So bekamen ihre Erfahrungen, Wünsche und Herausforderungen viel Raum.

Ziel des Projektes ist es, Menschen mit Behinderung eine stärkere Stimme zu geben und gesellschaftliche Vorurteile abzubauen. Inhaltlich setzt sich der Rap-Song mit dem Ansehen von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft auseinander. Thematisiert werden Fairness im Umgang miteinander, der Abbau von Berührungsängsten und das Verständnis dafür, dass nicht alle Menschen die gleichen Voraussetzungen haben und nicht alles für jeden gleichermaßen möglich ist.

Ergänzend zum Rap-Song haben die Studierenden einen eigenen Instagram-Kanal ins Leben gerufen (hepse_28). Dort klären sie regelmäßig über verschiedene Beeinträchtigungen auf, teilen Mythen und Fakten und machen wöchentlich auf das Thema Inklusion aufmerksam. Alle Studierenden beteiligen sich aktiv, entwickeln eigene Beiträge und setzen sich engagiert dafür ein, das Leben von Menschen mit weniger Chancen sichtbarer zu machen und positiv zu verändern.

Im kommenden Monat besuchen die Studierenden die Bewohner und Schüler der Caritas, um mit Ihnen den Song einzustudieren. Spätestens im April 2026 geht es dann mit allen Beteiligten ins Tonstudio. Sobald der Song fertig produziert ist, folgt der gemeinsame Dreh des Musikvideos.

Mit ihrem Projekt verbinden die angehenden Heilerziehungspfleger*innen Kreativität, gesellschaftliches Engagement und fachliche Haltung – sie zeigen eindrucksvoll, wie Inklusion auch außerhalb klassischer Bildungsformate gelebt werden kann.

Foto der Preisverleihung von links: Akiko Bertling-Shimamura, Daniela Hansmeier (Lehrerin des Kurses) Katharina Geesmeier, Maxim Zeiser, Clara Schuto, Robert Möller, Lilian Rohloff, Dr. Daniel Friedenburg (Diözesangeschäftsführer), Barbara Sandfort (Bildungsreferentin), Elisa de Colombo (Büroleitung Familienbund), Thomas Epe (Schulleiter)