© thodonal88/Shutterstock.com
© thodonal88/Shutterstock.com
Heilerziehungspflege

Staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin / Staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger

Fachschule des Sozialwesens

Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger sind sozialpädagogische und Pflegefachkräfte, die qualifiziert sind, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung pädagogisch zu begleiten, zu fördern und zu pflegen.

Sie arbeiten u.a. in:

  • Tagesstätten für Menschen mit Behinderung
  • heilpädagogischen Einrichtungen, Wohnhäusern, Wohngemeinschaften
  • Werkstätten
  • integrativen Freizeit- und Begegnungsstätten
  • stationären und ambulanten Einrichtungen für psychisch kranke Menschen (Psychiatrie/Gemeindepsychiatrie)
  • der Betreuung von Kindern mit Förderbedarf
  • ambulanten Angeboten im Bereich der offenen Pflege- und Sozialdienste

Unsere Ausbildung im Bereich Heilerziehungspflege ist gemäß Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG, Aufstiegs-BAföG) als berufliche Fortbildung anerkannt und ermöglicht somit die Inanspruchnahme von Fördermitteln.
Die wichtigsten Förderleistungen sind u.a.:
– Vollzuschuss zum Lebensunterhalt
– hohe Zuschüsse zu Fortbildungskosten

Weitere Informationen unter aufstiegs-bafög.de

 

Mittlerer Schulabschluss (Fachoberschulreife) mit…

  • abgeschlossener einschlägiger Berufsausbildung (Sozial- und Gesundheitswesen)
    oder
  • einer anderen Berufsausbildung + mindestens 6 Wochen Praktikum (in Vollzeit) in einer für den Bildungsgang geeigneten Einrichtung

Fachhochschulreife in einem einschlägigen vollzeitschulischen Bildungsgang (Sozial- und Gesundheitswesen), z.B.

  • Fachoberschule (Klasse 11 und 12)
    oder
  • Zweijährige Berufsfachschule

Hochschul- bzw. Fachhochschulreife mit…

  • mindestens 6 Wochen Praktikum (in Vollzeit)
    oder
  • einem Sozialen Jahr
    oder
  • einem einschlägigen Bundesfreiwilligendienst

in einer für den Bildungsgang geeigneten Einrichtung

Die Dauer der Ausbildung umfasst drei Jahre in Vollzeitform.

 

2 Jahre überwiegend fachtheoretische Ausbildung

Fachrichtungsübergreifender Lernbereich:

  • Deutsch/Kommunikation, Fremdsprache, Politik/Gesellschaftslehre, Religionslehre

Fachrichtungsbezogener Lernbereich:

  • Lernfeld 1: Beziehungs- und Interaktionsprozesse in heilerziehungspflegerischen Arbeitsfeldern professionell gestalten
  • Lernfeld 2: Gesundheitssorge als elementaren Bestandteil von Teilhabe erfassen und gestalten
  • Lernfeld3: Evidenzbasierte Instrumente und Verfahren im Kontext der Leistungen zur individuellen Teilhabe kennen und begründet anwenden
  • Lernfeld 4: Bildungs- und Assistenzprozesse zur individuellen Entwicklung und gesellschaftlichen Teilhabe partizipatorisch planen, gestalten und steuern
  • Lernfeld 5: Personenzentrierte Leistungen zur Teilhabe im Sozialraum erschließen und interdisziplinär koordinieren
  • Lernfeld 6: Team- und Organisationsprozesse verantwortlich gestalten
  • zwei Wahlfächer
  • Projektarbeit
  • Praxis in Arbeitsfeldern der Heilerziehungspflege

 

1 Jahr fachpraktische Ausbildung:

  • Berufspraktikum mit 160 Stunden praxisbegleitendem Unterricht

 

 

Staatlich anerkannte/-r Heilerziehungspfleger/-in

einschließlich

  • Bachelor Professional im Sozialwesen
  • Erwerb der allgemeinen Hochschulzugangsberechtigung
    (gemäß Kultusministerkonferenz 2009)

Berechtigungen:

  • Tätigkeit als Pflegefachkraft in Einrichtungen der Behindertenhilfe in Nordrhein-Westfalen
  • Tätigkeit als Sozialpädagogische Fachkraft in der Sozialen Arbeit und Behindertenhilfe

Berufliche Weiterbildung:

  • Berufsbegleitende Aufbaubildungsgänge und Auf- stiegsweiterbildungen:
  • weiterführende Studiengänge an Hochschulen mit dem Abschluss Bachelor of Arts (B.A.)
  • Ausbildung zur staatlich anerkannten Heilpädagogin/zum staatlich anerkannten Heilpädagogen

Menschen begleiten, Teilhabe ermöglichen

Ein Beruf mit Verantwortung und Sinn

Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger begleiten Menschen mit Assistenzbedarf in unterschiedlichen Lebenssituationen. Sie unterstützen im Alltag, fördern individuelle Fähigkeiten und helfen dabei, ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu gestalten. Im Mittelpunkt stehen die Wünsche, Bedürfnisse und Stärken des einzelnen Menschen.

Theorie und Praxis verbinden

Die dreijährige Ausbildung an der Fachschule des Sozialwesens führt zur staatlichen Anerkennung. In den ersten beiden Ausbildungsjahren finden mehrere Blockpraktika in unterschiedlichen Einrichtungen statt. Im dritten Jahr folgt ein vergütetes Berufspraktikum. Die Zusammenarbeit mit Trägern der Eingliederungshilfe, insbesondere im Netzwerk Heilerziehungspflege im Hochstift, eröffnet vielfältige Praxiskontakte.

Praktisch lernen – persönlich wachsen

Praxisorientierte Lernangebote umfassen das Rollstuhl-Projekt, Basale Stimulation, pflegerische Übungen, die Herstellung von Hilfsmitteln, Hospitationen und kollegiale Fallberatungen. Eine erlebnispädagogische Klassenfahrt und Schulungen zur Prävention sexualisierter Gewalt ergänzen die Ausbildung. Sie fördern Einfühlungsvermögen, Selbstreflexion, Teamfähigkeit und Verantwortung.

Gute Perspektiven

Mit dem erfolgreichen Abschluss erwerben die Studierenden die staatliche Anerkennung als Heilerziehungspflegerin oder Heilerziehungspfleger sowie die allgemeine Hochschulzugangsberechtigung. Für die ersten beiden Ausbildungsjahre kann elternunabhängiges Aufstiegs-BAföG infrage kommen; das Berufspraktikum wird vergütet.

Flyer Heilerziehungspflege

Heilerziehungspflege