Erzieherin oder Erzieher werden …
… 1. die konsekutive Ausbildungsform
Ein Beruf mit vielfältigen Möglichkeiten
Erzieherinnen und Erzieher begleiten Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, gestalten Bildungs- und Erziehungsprozesse und fördern individuelle Fähigkeiten. Mögliche Arbeitsfelder sind Kindertageseinrichtungen, Offene Ganztagsgrundschulen, Kinder- und Jugendhilfe und Mutter-Kind-Einrichtungen.
Fundiert ausgebildet – praxisnah begleitet
Die dreijährige konsekutive Ausbildung verbindet zwei Jahre fachtheoretische und fachpraktische Ausbildung mit einem einjährigen Berufspraktikum. In den ersten beiden Jahren finden Tages- und Blockpraktika statt: zunächst in Kindertageseinrichtungen, anschließend in einem weiteren sozialpädagogischen Arbeitsfeld. Das Berufspraktikum findet in einem selbst gewählten Arbeitsfeld statt. Erfahrungen werden im Unterricht reflektiert und mit pädagogischen Theorien verbunden.
Zeitgleich und mit verlängertem Berufspraktikum ist auch der der Bachelor in Kindheitspädagogik möglich.
Individuelle Begleitung und lebendiges Lernen
Erfahrene Praxislehrkräfte begleiten die Ausbildungsphasen und stehen in engem Austausch mit den Einrichtungen. Seminare zur Gesprächsführung, kollegiale Fallberatung, Hospitationen, erlebnispädagogische Aktivitäten und Präventionsprojekte ergänzen den Unterricht. Gemeinsame Unternehmungen fördern Kreativität, Teamfähigkeit und eine professionelle pädagogische Haltung.
Gemeinsam mit der Praxis
Regelmäßige Praxisanleitertreffen, Reflexionsgespräche und der „Beirat Sozialpädagogische Ausbildung“ ermöglichen einen kontinuierlichen Austausch zwischen Schule und Einrichtungen.
… 2. die praxisintegrierte Ausbildungsform (PiA)
Lernen und Arbeiten verbinden
Die praxisintegrierte Erzieherausbildung verbindet schulisches Lernen mit kontinuierlicher Berufserfahrung. Die Studierenden sind während der gesamten dreijährigen Ausbildung mit einem Träger der praktischen Ausbildung verbunden und wenden ihre Kenntnisse unmittelbar im Berufsalltag an.
Eine Ausbildung an zwei Lernorten
Die Ausbildung findet am Edith-Stein-Berufskolleg und in einer sozialpädagogischen Einrichtung statt. Der fachtheoretische Unterricht umfasst kontinuierlich 20 Stunden pro Woche, davon vier Stunden in digitalen Lernformaten oder begleiteten Selbstlernphasen. Die übrige Ausbildungszeit verbringen die Studierenden in ihrer Praxiseinrichtung. Im zweiten Jahr ist zusätzlich ein Praktikum in einem anderen Arbeitsfeld vorgesehen.
Persönlich begleitet und fachlich gestärkt
Praxisbesuche, Reflexionsgespräche und Treffen mit Praxisanleitungen sorgen dafür, dass schulische und praktische Ausbildung ineinandergreifen. Seminare, Projekte, kollegiale Fallberatungen, Hospitationen und erlebnispädagogische Angebote fördern Fachlichkeit, Teamarbeit und Verantwortungsbewusstsein.
Vergütete Ausbildung mit Perspektive
Während der fachpraktischen Ausbildung besteht ein Vergütungsanspruch; Urlaub richtet sich nach geltenden tarifvertraglichen Regelungen. Die dreijährige Ausbildung umfasst mindestens 2.400 Stunden fachtheoretische und mindestens 1.200 Stunden fachpraktische Ausbildung. Sie führt zur staatlichen Anerkennung als Erzieherin oder Erzieher sowie zur allgemeinen Hochschulzugangsberechtigung.
Ein Abschluss mit Zukunft
Die Ausbildung führt zur staatlichen Anerkennung als Erzieherin oder Erzieher. Gleichzeitig erwerben die Studierenden die allgemeine Hochschulzugangsberechtigung. Zudem besteht die Möglichkeit, die konsekutive Ausbildung mit dem ausbildungsintegrierenden Bachelorstudiengang Kindheitspädagogik zu verbinden.
Zwei Wege – ein Ziel
PiA und konsekutive Ausbildung führen zum gleichen Berufsabschluss. Sie unterscheiden sich vor allem in der Organisation von Unterricht und Praxis. Wir beraten gerne bei der Wahl des passenden Ausbildungswegs.